Mein freiwilliges soziales in Zeiten von Corona

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Als ich mein freiwilliges soziales Jahr im August an der Oberschule zum Dom begann,
wusste ich nicht genau, was alles auf mich zu kommen würde. Klar, ich kannte die Schule
und den Alltag, schließlich hatte ich selbst wenige Monate zuvor mein Abitur hier gemacht.
Aber wie genau würde mein Freiwilligendienst aussehen? Schließlich gab es vor mir noch
niemanden, an dem ich mich hätte orientieren können. Egal, was meine Aufgaben sein
würden, eins war mir besonders wichtig: die Verbindung zu den Schüler*innen.
Gemeinsam mit unseren Vertrauenslehrkräften, Inga Panck und Hauke Wegner, begann
ich also Ideen zu sammeln und diese umzusetzen. Mein Alltag wurde immer
abwechslungsreicher und ich konnte mehr und mehr helfen, wo es gerade gebraucht
wurde. Das Übernehmen einer Kleingruppe oder einzelner Schüler*innen für Forder- und
Förderangebote, für Fragen da sein, die Lehrkräfte unterstützen...; all dieses füllte meine
Tage. Zudem habe ich den Schüler*innen im Sportunterricht eine Einführung in die
kanadische Sportart Lacrosse gegeben, war bei Schulevents wie der „Langen Nacht der
Mathematik“ dabei oder habe Schüler*innen den Bundeswettbewerb Fremdsprachen
vorgestellt und sie bei der Teilnahme unterstützt.
Durch den Lockdown wurde erneut die Kreativität gefragt. Wie kann ich am besten
unterstützen und möglichst vielen helfen, wenn wir uns gar nicht sehen?
Jetzt bin ich in Videokonferenzen dabei und kann in „Breakout-Rooms“, also Extra-
Räumen, Kleingruppen übernehmen und so den Online-Unterricht etwas entlasten. Zudem
gibt es für die Schüler*innen das Angebot, mich bei Fragen zu kontaktieren, damit wir
Unterrichtsstoff noch einmal langsamer durchgehen können und genug Zeit für
Nachfragen ist.
Auch der „Bundeswettbewerb Fremdsprachen Team“, bei dem 6. Klässler*innen in
Gruppen einen Film auf einer oder mehreren Fremdsprachen drehen, ist im Endspurt. Hier
ist in Coronazeiten natürlich besonders viel Kreativität gefragt.
Der Lockdown bedeutet also nicht gleich Lockdown meines FSJs und dennoch vermisse
ich unseren Alltag in der Schule sehr. Das Leuchten in den Augen, wenn Schüler*innen
etwas verstanden haben, freudiges auf mich zu laufen auf dem Gang, Fragen wie „Wann
unterrichtest du uns endlich wieder?“, gemeinsames Lacrossespielen auf dem Buni,... all
dies sind Dinge, auf die ich mich schon wieder sehr freue!
Leona Kommerell

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