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Lesung und Diskussion am Montag, 11 Januar 2010 |
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Esther Mujawayo und Barbara Gladysch lasen in der Aula aus ihren Werken.

Beide Frauen engagieren sich seit vielen Jahren für kriegstraumatisierte Frauen und Kinder aus und in afrikanischen Staaten und Tschetschenien. Wir freuen uns, dass sie trotz randvoller Terminkalender und zahlreicher Verpflichtungen zu uns kommen konnten.
Barbara Gladysch ist eine couragierte und außerordentlich engagierte Friedenskämpferin. Sie ist Gründerin der „Mütter für den Frieden" und setzt sich seit 1997 unerschrocken und hartnäckig vor allem für kriegstraumatisierte Kinder und Flüchtlinge in Tschetschenien ein. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit der Ehrenmitgliedschaft im Komitee der Russischen Soldatenmütter, dem Bremer Friedenspreis sowie dem Mac-Bride-Friedenspreis des internationalen Friedensbüros in Genf. Sie wurde zudem 2005 beim Projekt 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis nominiert. Das ihr 2005 zuerkannte Bundesverdienstkreuz I. Klasse lehnte sie ab.
Esther Mujawayo ist Soziologin und Psychotherapeutin und arbeitete als stellvertretende Landesrepräsentantin für Ruanda, Burundi und Ostkongo bei der Entwicklungsorganisation Oxfam. Beim Genozid in Ruanda 1994, den sie und ihre drei kleinen Töchter nur knapp überlebten, wurden ihr Ehemann und der größte Teil ihrer Familie ermordet.
Sie gründete zusammen mit 50 anderen Witwen die Hilfsorganisation AVEGA für die überlebenden Frauen und Kinder des Völkermords. Esther Mujawayo hielt auf vielen Kongressen zum Thema Genozid Vorträge u.a. in Südafrika, Ruanda, Großbritannien, Belgien, Schweiz, Deutschland, Österreich und Schweden.
Heute lebt sie in Deutschland und arbeitet als Traumatherapeutin mit Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern.
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